Nachlese
Das Wetter war nass und sehr kühl vorausgesagt, trotzdem fuhren wir los, wir schreckten davor nicht zurück 
Donnerstag:
Bereits am Tag1 durften wir meistens Sonnenstrahlen geniessen, statt wie angekündigt Dauerregen.
Es hatte wenig Verkehr, auch auf dem Jaunpass zwischen dem Simmental (Boltigen) und Bulle, sodass wir unser Mittagessen in Chateau d'Oex im Restaurant Bahnhof verlängern konnten.
Anschliessend ging es über den Col des Mosses nach Les Diablerets und dann über den Col de la Croix. Auf dem Pass war es kühl, ca. 4-5 Grad aber trocken.
Im Tal (Wallis) zeigte das Thermometer dann wieder über 15 Grad an. Wir fuhren auf der AB bis Martigny, von dort über den Col de la Forclaz. Den Abstecher zum Stausee Place d'Emosson liessen wir aus, das die Sicht wolkenverhangen war und ausserdem war es kalt & kühl mit Wind.
Kurz nach Chamonix war auch schon unser Hotel, wo wir nach dem Einchecken Bar / Restaurant / Bar besuchten.
Freitag:
Es hat aufgeklart, kaum noch Wolken zu sehen. Die Temparaturprognosen für die beiden Pässe Col des Arabis und Col du Collet waren zwar hart an der Gefriergrenze, aber solange es trocken bliebe...
Die Anfahrt zum Col des Aravis führte uns durch viele ländliche Dörfer in hügeligem Gebiet mit vielen Kurven. Dort, wo die Zufahrt zum Col des Aravis gewesen wäre, stand nur "Route barré" und das ohne Umleitung. D.h., man konnte da nicht hingelangen.
Wir fanden dann doch eine Strasse (ca. 2,5km), aber die war eigentlich als Einbahn deklariert, nur für Riverains (also Anwohner) sei die Zufahrt in die andere Richtung gestattet. Da wir uns ein wenig als Anwohner fühlten, fuhren wir durch und der Aufstieg zum Col des Aravis ist echt schön, teilweise eng und da es auf einem längeren Abschnitt frischen Splitt hatte, auch nur sehr langsam zu befahren.
Auf dem Pass war es ca. 3-4 Grad, aber mit einem bissigen Wind, der das draussen-sein zu keinem Vergnügen machte. Kurz einen Kaffee/Tee-Stop gemacht in einem Chalet-Beizli mit Kaminfeuer, dann weiter den Pass hinab.
Wenig später ging es dann links zum Einstieg Col du Collet. Viele enge Spitzkehren, teilweise schwierig zu kreuzen, aber wenig Verkehr. Die Passhöhe ist verlassen, sodass es nach nur 2min weiterging. Allerdings war nach 100m Ende mit Asphalt, nur noch eine unbefestigte und sehr schlechte Strasse war vor uns zu sehen. Kurz auf GoogleMaps kontrolliert, ob das die korrekte Strasse ist und dann mit 1-3km/h diesen Abschnitt bewältigt. Zum Glück waren es nur ca. 1,5m bis zum 2.WK-Denkmal, von dort an war die Strasse wieder tip-top.
Die Abfahrt ist genau das Terrain für den E34 M5: viele langsame bis schnelle Kurven, rechts Felsen, links der Abgrund, Strasse feucht, da faucht der S38 vor Freude 
Einige Dutzend km später kamen wir bei einem Landgasthof an, wo wir einfach aber gut&günstig zu Mittag gegessen haben.
Anschliessend quer / mehr oder weniger direkt Richtung Norden über 2 kleinere Pässe (Col du Corbier) via Bonnevaux nach Morgins gefahren und dort im HotelChalet eingecheckt.
Später lecker zu Abend gegessen und den Abend im Chalet ausklingen lassen.
Samstag:
Es war kalt in der Nacht, sodass sich an den Scheiben der beiden E34 eine kleine Eisschicht gebildet hatte. Mit ein wenig warmen Wasser war das schnell entfernt.
Da der Furkapass wegen 30cm Schnee gesperrt war (auf dem Nachbarpass Grimsel waren gemäss 20min.ch ein paar Porschefahrer aus England gar eingeschneit worden und steckten dort fest), haben wir unsere Route geändert und uns für die Heimfahrt durch die Romandie entschieden.
Von Morgins also wieder runter ins Rhonetal, dann via AB bis zur Ausfahrt Vaulruz und dann über Land bis Romont. Hier gibt es auf einem kleinen Hügel eine historische Festigung, die wir kurz besuchten und den Ausblick Richtung wolkenverhangene Berge genossen. Dann in einem kleinen Kaffee einen Stop gemacht (mit Patissierie), dann alles Richtung Norden bis zum Mont-Vully, einem kleinen Hügel westlich des Murtensees, von wo aus man eine schöne Aussicht über den Murtensee und die weitere Umgebung hat.
Danach weiter Richtung Norden bis zur Ausfahrt Grenchen, wo wir direkt an der Aare im Restaurant Fischerhuus leckeren, frischen Zander mit einem Glas Weisswein genossen haben.
Ab dort war es nun mehr noch ca. 1 Std bis zur AB-Raststätte Gunzgen Süd, wo wir uns verabschiedeten, da Stephan und J. ab Wiggertal Richtung Luzern fuhren und ich und U. weiter auf der A1 Richtung Zürich.
Es war wieder eine schöne Tour ohne Zwischenfälle (Blitzer, Pannen, Unfälle). Es hatte zwar einige Blitzer (vor allem auf der Autobahn), aber da wir uns konsequent an die Limiten gehalten haben, müssen wir uns keine Gedanken machen.
Ich freue mich bereits auf die Alpentour 2025 
Viele Grüsse aus der Schweiz
Hermann
Bilder: Eine Auswahl an Impressionen, verkleinert, Bilder #1-#10.
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